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Preview Week 4: San Francisco 49ers vs. Dallas Cowboys

Empirenews

Es liegen zwei harte Wochen - gepaart mit zwei empfindlichen Road-Trip-Niederlagen - hinter den San Francisco 49ers. Doch die NFL hat auch sein gutes: Es geht immer weiter, Fehler können demnach schnell ausgebügelt werden. Die Chance bekommen die 49ers an diesem Sonntag um 22:25 Uhr (Alternativspiel bei RAN, Highlights werden gezeigt) im heimischem Levis' Stadion gegen den Erzrivalen, die Dallas Cowboys. Ein interessantes Match, auf das ihr mit unserer Preview gut vorbereitet sein werdet!

Der Gegner - Dallas Cowboys (2-1, 1-0 away):

Viele 49ers-Fans reiben sich die Hände, wenn der Spielplan ein Match gegen die Dallas Cowboys bereithält. Vor allem aufgrund der nahezu weltweit und jahrelang ausgetragenen Rivalität der beiden Franchises in den 90er Jahren gilt das Duell zwischen San Francisco und Dallas immer noch als eines der aufregendsten Spiele in der NFL. Die Matches versprechen meist Spannung und eine Intensität, die es sonst selten zu erleben gibt. Auch die Fans beider Teams fiebern den Duellen entgegen, und auch in diesem Jahr ist es wieder soweit. Die Dallas Cowboys sind zu Gast in San Francisco, erstmalig (in der Regular Season) im Levis' Stadion. Die Cowboys haben wie San Francisco lange keinen Super-Bowl Titel mehr gewonnen und sehnen sich nach der Trophäe. Mit Tony Romo, der auch in diesem Match verletzt ist, hat man vermeintlich einen Franchise-QB gefunden, der aufgrund seines fortgeschrittenen Alters und seiner Verletzungsanfälligkeit jedoch langsam seinen Zenit erreicht haben könnte. Im letzten Jahr ging man ohne Romo 4-12, eine weitere Saison zum Vergessen für "Americas Team". Jedes Jahr hegt man in Dallas große Hoffnungen, die oft jedoch schnell zunichte gemacht werden. Auch in diesem Jahr war die Vorfreude groß, doch Tony Romo verletzte sich in der Pre-Season schwer und fällt zumindest die erste Hälfte der Saison aus. Back-Up Quarterback Dak Prescott, Rookie, hinterlässt bisher jedoch einen starken Eindruck und lässt die Cowboys bereits wieder von größeren Dingen träumen. Auch der Start in die neue Saison war vielversprechend, nach einer knappen Niederlage gegen die Giants folgten zwei überzeugende Siege gegen die Bears und zu Gast in Washington. Mit einem 2-1-Record im Gepäck reisen die Cowboys nun zu schwächelnden 49ers, bei denen man die Erfolgsserie natürlich fortsetzen möchte.

Kurz-Info:
- Gegründet: 1960
- Vereinsfarben: Blau, Silber, Weiß
- Super-Bowl Titel: 5 (1971, 1977, 1992, 1993, 1995)
- Stadion: AT&T Stadium (80.000 Plätze)
- Headcoach: Jason Garrett
- letztjähriger Record: 4-12 (4. Platz in der NFC East)
- ewige Bilanz: 17-16-1 für die 49ers
- letzte Duelle (3-2 für die Cowboys):

  • 7. September 2014: 17-28 für die 49ers
  • 18. September 2011: 24-27 (OT) für die Cowboys
  • 23. November 2008: 35-22 für die Cowboys
  • 25. September 2005: 31-34 für die Cowboys
  • 8. Dezember 2002: 27-31 für die 49ers

Die Aufstellung der Cowboys findet ihr hier.

Stars und Stärken:
Das Team der Cowboys gilt seit Jahren als eines der talentiertesten der NFL. Doch aufgrund von Verletzungen, Suspendierungen etc. fehlen in jeder Saison wichtige Bauteile des Teams, wodurch die Qualität des Teams doch nochmals gemindert wird. Auch in dieser Saison verletzte sich Tony Romo, auch Dez Bryant ist für das Spiel in San Francisco fraglich. Randy Gregory (DE) und Rolando McClain (MLB) sind vom Commissioner der NFL suspendiert worden. Dennoch haben die Cowboys einige Talente und Stars in den eigenen Reihen, auf die es am Sonntag zu achten gilt.

  • #88 Dez Bryant (WR):
    Einer der populärsten und polarisierendsten Wide-Outs der NFL. Schnell, guter Release und ein echter No.1-Receiver. Weltmeister im Trash-Talk, aber liefert auch auf dem Platz ab. Wahrscheinlich unvergesslich: Sein "No Catch" gegen die Packers im NFC Divisonal-Game der 2014 Season, der die Diskussion um die Catch-Regel neu entfacht hat. Hat einen Haarriss im Knie, ist für die Partie am Sonntag fraglich. Wenn er auf dem Platz steht, ist er das erste Ziel von Rookie-QB Dak Prescott und kann großen Schaden in der 49ers-Defense anrichten.
  • Offensive-Line:
    Ohne Frage die beste Offensive-Line der Liga. Nahezu alle Starter der O-Line wurden von den Cowboys gedraftet. Mit LT Tyron Smith (der auch verletzungsbedingt ausfallen könnte), C Travis Frederick und RG Zack Martin gleich drei Pro-Bowler in den eigenen Reihen. Machen den Weg für Ezekiel Elliot frei und halten Dak Prescott den Rücken frei. Eine bärenstarke Line, die die 49ers definitiv vor große Probleme stellen wird.
  • #21 Ezekiel Elliot (R):
    Der wahrscheinlich aufregendste Pick des NFL Drafts. Experten erwarten von ihm eine 1000y-season, hinter der O-Line definitiv möglich. Schnell, wendig, aber auch gute Hände um Pässe aus dem Backfield zu fangen. Elliot ist eindeutig die Zukunft der Cowboys und zeigte dies bereits in den ersten Spielen. Könnte mal ein ganz Großer werden. Spielte zusammen mit Carlos Hyde bei Ohio State, mehr dazu hier:

 

Schwächen: Die Offense der Cowboys besitzt einige starke Waffen, doch in der Defense gibt es auch bei den Cowboys Schwachstellen.

  • Defensive-Backfield: Die Cornerbacks und Safeties der Cowboys sind nicht unbedingt als Schwäche auszumachen, dennoch gehören die DBs der Cowboys nicht zur Elite der Liga. Mit CB Orlando Scandrick und FS Byron Jones hat man durchaus talentierte Spieler in den eigenen Reihen, dennoch gehört die Positionsgruppe bestenfalls zum gehobenen Durchschnitt in der NFL. Wenn Gabbert seine Präzision in den Griff bekommt, kann er das Defensive Backfield der Cowboys gezielt attackieren und so Raumgewinn erzielen. Gibt man den Cowboys jedoch die Möglichkeit, Turnover zu produzieren oder das Play-Calling zu einfach ist, wird auch Dallas diese Fehler gnadenlos ausnutzen.
  • Linebacker: Bis auf All-Pro Linebacker Sean Lee, gilt der Linebacker-Corps der Cowboys eher zu den schwächeren der Liga. Dies könnte vor allem Carlos Hyde zu Gute kommen, wenn dieser die D-Line der Cowboys geschlagen, und ins "second-level" vordringt.

 Man muss hoffen, dass die 49ers aus den zugegeben wenig Schwachstellen der Cowboys Kapital schlagen können.

Wie steht es um die San Francisco 49ers? 

Es ist 2016, doch es fühlt sich an, als sei es 2015 "all over again". Nach einem überzeugenden Auftaktsieg im Monday Night Game (Minnesota 2015, St. Louis 2016), reiste man nach voller Euphorie zu einem der stärksten Teams der Liga, welches das Eröffnungsspiel der Liga verlor (2015 Pittsburgh, 2016 Carolina) und musste eine deftige Packung einstecken. Danach ging es zu einem Division-Rivalen, wo man einiges wieder gut machen wollte, doch dies ging völlig nach hinten los (2015 Arizona, 2016 Seattle). Wiederholt sich die Geschichte weiter, oder können die 49ers das Blatt wenden? Nach der letztwöchigen Pleite gegen die Seattle Seahawks sind die ganzen guten Ansätze der Vorwochen wieder zunichte gemacht. Eine blutleere, emotionslose und enttäuschende Vorstellung im CenturyLink-Field bescherte den 49ers eine 18-37 Abreibung, bei der das Ergebnis noch das beste am Spiel war, da dieses noch deutlich höher hätte ausfallen müssen. Die Defense, vor der Saison noch von vielen als Stärke der 49ers angesehen, spielte genauso schlecht wie die Offense. Im ersten Drive der Seahawks konnte Russell Wilson schalten und walten, wie er wollte. Christine Michael entschwand der kompletten Defense der 49ers und überquerte mit seinem 2. Run unberührt (!) die Goal-Line der 49ers zum ersten Touchdown. Die Defense ließ im Verlauf der Partie weitere Big Plays zu, unter anderem einige lange Pässe von Wilson bei eigentlich guter Ausgangslage (3&long). Früh geriet man hoch in Rückstand, dies lag auch daran, dass die Offense absolut keinen Zugriff auf das Spiel bekam. Man erspielte sich zwar immer wieder machbare dritte Versuche, doch diese dann zu converten gehörte zu den größten Problemen der 49ers in Seattle. Carlos Hyde und auch die Pässe von Blaine Gabbert wurden immer wieder kurz vor dem 1. Down-Marker gestoppt/abgewehrt. Chip Kelly erkannte dies ebenfalls und versprach, in dieser Woche an den 3. Down-Conversions zu arbeiten. Fraglich ist, wieso das Problem entstanden ist und besteht. Zweifellos haben die Spieler der Seahawks genügend Qualität, um die Sticks zu beschützen und einen 1. Down zu verhindern. Dennoch waren auch die Würfe von Gabbert oft zu unpräzise oder eben so geworfen, dass der Wurf den Marker nicht überquerte. Traut Kelly Gabbert nicht zu, den Ball tiefer zu werfen, aus Angst vor einem Turnover? Ist Gabbert selber nicht selbstbewusst genug, den Ball tief auf einen seiner Wide-Outs zu werfen? Alles sind Fragen, die ratlos machen. Torrey Smith, Nr. 1-Receiver der Niners und ligaweit bekannter Deep-Threat erzielte nur 35 yards. Eine große Enttäuschung, auch für Smith selbst, der durchaus mehr zu leisten im Stande ist. Auch Gabberts Serie, zwölf Spiele hintereinander einen TD-Pass gelandet zu haben, endete in Seattle abrupt. Phil Dawson, ansonsten Mr. Zuverlässig, verschoss einen 53y-Field-Goal-Try deutlich. Einige gute Plays hatten jedoch auch die 49ers zu verzeichnen, man mag es kaum glauben. Navorro Bowman erzwang ein Fumble von TE Jimmy Graham, welches die 49ers aufs Board brachte, da man anschließend (nur) ein Field-Goal erzielte. Auch Ahmad Brooks konnte mit einem Sack und mehreren Tackles for Loss überzeugen. Erfreulich: Rückkehrer Glenn Dorsey konnte ebenfalls seinen 1. Sack verzeichnen. LOLB Eli Harold sackte Russell Wilson ebenfalls, verletzte diesen dabei und erhielt eine fragwürdige Flagge, von der er von der NFL bereits bestraft worden ist.

Trenton Brown überzeugt weiter in der Rolle als Right Tackle und ließ erneut - wie die gesamte Offensive-Line - keinen einzigen Sack zu. An der Offensive-Line liegt es in diesem Jahr also nicht, dass die Offense so schlechte Leistungen zeigt. Erfreulich ist die Attitude von Carlos Hyde, der trotz der bereits feststehenden Niederlage noch zwei Touchdowns auf den Rasen zauberte und zumindest seine Fantasy Owner zufrieden stellte. Auf die 49ers wartet mit den Cowboys ein interessanter Gegner, der in dieser Saison gute Leistungen gezeigt hat. Gelingt es den 49ers zurückzuschlagen und vor dem Thursday Night Game gegen Arizona den Record auf 2-2 zu bringen? Oder führt man die Neuauflage von 2015 fort und startet mit 1-3 in die Saison (damals verlor man sang- und klanglos gegen Green Bay mit 3-17)...?
Die Antwort wird es auf dem Platz geben, doch zunächst noch die wichtigsten Dinge, auf die es bei den 49ers zu achten gilt:

3 things to watch:

  • Blaine Gabbert: Geht es nach den Experten, ist Blaine Gabberts Zeit als Starter der 49ers bald gezählt. Ein starker Auftritt gegen die Cowboys kann die Stimmung jedoch wieder schnell kippen lassen, und auch die Forderungen nach Kaepernick verstummen lassen. Laut Kelly ist Kaepernick körperlich noch nicht fit genug, um die Starter-Rolle zu übernehmen. Kann Gabbert seine Accuracy in den Griff bekommen und das 3. Down-Problem der 49ers in Vergessenheit geraten lassen? Tut er dies, hat er seinen Starting-Spot erstmal einige Wochen gesichert - tut er das nicht, und man verliert das Spiel - dann wird wohl bald jemand anders "under center" stehen. Mit diesem Druck muss Gabbert nun umgehen können...

 

  • Defensive-Backs: Jimmie Ward verletzte sich bei einem Kick-Off der Seahawks ohne Einwirkung des Gegners und droht gegen die Cowboys auszufallen. Tramaine Brock, in der Offseason nicht oft gelobt, ließ gegen Doug Baldwin einige tiefe Pässe zu und gerät zunehmend unter Kritik. Sollte Dez Bryant rechtzeitig fit werden, ist das Defensive-Backfield der 49ers wieder einmal gefordert. Bis auf Eric Reid scheint momentan niemand Normalform zu erreichen. Antoine Bethea wirkt vor allem in der Pass-Verteidigung etwas eingerostet und sollte schnellstens wieder einiges an Geschwindigkeit dazu gewinnen. Wer Jimmie Ward ersetzt, ist offen: Keith Reaser und Rookie Rashard Robinson bekamen unter der Woche die Chance sich zu beweisen. Können die DBs Big-Plays der Cowboys verhindern und selber solch Big-Plays generieren (wie gegen die Rams), haben die 49ers definitiv eine Chance.

 

 

  • Wide-Receiver: Auch wenn Blaine Gabberts Würfe oft nicht gut sind, muss auch erwähnt werden, dass er wenig Hilfe von seinen Receivern erhält. Quinton Patton droppte am letzten Sonntag mehrere Bälle, einer dieser Drops resultierte in Gabberts einziger Interception. Auch Jeremy Kerley und Torrey Smith erlebten einen gebrauchten Tag. Kelly sprach vor der Saison davon, dass die Receiver "Playmaker" seien müssten, und sich Big Plays erarbeiten müssen. Dies ist im Moment jedoch absolut nicht der Fall, eher das Gegenteil tritt momentan ein. Können die Wide-Receiver ihr Spiel verbessern und Gabbert das Leben nicht noch schwerer machen? Eine der Hauptfragen, die am Sonntag über Sieg oder Niederlage entscheiden könnten.

Ways to win (von Jan "The Catch"):

  • QB unter Druck setzen: Rookie QB Dak Prescott hat immer noch null Interceptions, und ist damit der erste Rookie der 100 Pässe an den Mann gebracht hat, ohne einen Pick zu werfen. Die Niners müssen es schaffen ihn in third and long Situationen zu bringen, damit sie dies ändern können. Dies wird aber eine Mammut Aufgabe, gegen eine der besten und teuersten O-Lines der Liga. Mut sollte ihnen machen, dass sie im ersten Heimspiel 0 Punkte zugelassen hatten.
  • Elliot stoppen: Die RB Rookie Sensation konnte in seinen ersten drei Spielen jeweils über 100 Yards laufen (101, 102, 199) während die Niners in ihren letzten zwei Klatschen 303y abgaben. Hier gilt es Löcher zu stopfen, mit Gurley hat es ja auch geklappt (64 Yards).
  • Mehr Passen: Um ihr eindimensionales Running Game zu entlasten, müsste Gabbert mehr (erfolgreich) passen, momentan ist er 31. Von 32 Starting QBs, wenn das nicht signifikant besser wird, also mindestens 250 Yards pro Spiel, wird es sehr schwer die Defense und das Running Game zu entlasten.
  • O-Line muss weiter stehen: Um das zu erreichen, muss die Parade-Unit der Niners, die O-Line, weiter stehen. Sie ist momentan auf dem geteilten ersten Platz und schützt ihren QB hervorragend, da wird auch der erneute Rücktritt von Davis nichts ändern.
  • Mehr Possession Time: Mit durchschnittlich 115 Sekunden könnte man meinen die Chip Kelly Offense funktioniert. Leider ist dem nicht so der Fall, wie eine Statistik auf die erreichten First Downs und Yards per Spielzug zeigt (NFL letzte), aber auch die meisten Punts neben den Rams. Hier muss eine enorme Steigerung her um Druck von der eigenen Defense zu nehmen und auf die gegnerische zu legen.
  • Turnover produzieren: Hier sieht es weiterhin gut aus, wenn ein Turnover produziert wird, sind meist auch Punkte sicher. Dies muss weiter eine Stärke bleiben, dann ist vielleicht eine Überraschung drin.

Injury Report/Retired:
Wie bereits zu erwarten, trat Anthony Davis (RT) wiederholt (und wohl nun endgültig) aus der NFL zurück. Er begründete dies in einem kurzen Tweet:

Die Tight-Ends Vance McDonald und Garrett Celek sind für das Spiel am Sonntag fraglich, beide verletzten sich gegen die Seahawks am Sonntag. Jimmie Ward ist ebenfalls fraglich, fällt jedoch höchstwahrscheinlich aus. 

Das war es von unserer Seite, den Rest gilt es auf dem Platz auszumachen. Auf ein gutes Spiel und bis Sonntag!

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