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Preview Week 4: Arizona Cardinals vs. San Francisco 49ers

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Nach einer „langen“ Woche und einer weiteren, sehr knappen Niederlage im Gepäck geht es für die San Francisco 49ers nach Glendale, Arizona, wo man auf die Cardinals trifft (22:05h, GamePass). Die enge Partie gegen die Rams muss schnell vergessen werden, denn sonst gerät man auch gegen die Mannen von Bruce Arians unter die Räder. Wie der erste Saison-Sieg eingefahren werden soll, das lest Ihr in unserer Preview:

Der Gegner – Arizona Cardinals (1-2, 0-1 at home):

Die Arizona Cardinals gingen mit großen Ambitionen in die neue Saison, vor allem, weil es wohl die letzte mit Quarterback Carson Palmer und Wide-Receiver Larry Fitzgerald ist. Die letzte Chance für Palmer und Fitz, sich einen Ring an den Finger zu stecken. Und diese Saison sollte es nun soweit sein, auch, weil man den Kader noch mal – vermeintlich – verbessert hat. Der Abgang von DJ Swearinger ist etwas schmerzhaft, doch mit Tyrann Mathieu und Tyvon Branch ordentlich aufgestellt, was die Safety-Position angeht. Hinzu kommt Veteran Antoine Bethea, der einigen 49ers-Fans wohl noch bekannt vorkommen wird. Bethea ist neben Phil Dawson, Mike Iupati und Alex Boone einer von vier Ex-49ers, auf den man am Sonntag treffen wird.  Am schwersten wiegt wohl der Abgang von DE Calais Campbell – ob Frostee Rucker und Josh Mauro das kompensieren können ist fraglich, und bislang hinterlässt Campbell eine große Lücke. Dennoch ist die Defense der Cardinals wohl als die stärkere Unit – verglichen mit der Offense -  anzusehen, vor allem die Linebacker-Group um Karlos Dansby, Marcus Golden und Deone Bucannon ist sehr athletisch und vor allem gegen den Pass sehr stark. Mit CB Patrick Peterson hat man einen der besten Corner der Liga im Kader, er wird Garcon und Goodwin das Leben sicherlich schwermachen. Daneben hat man mit Justin Bethel eine gute Ergänzung zu Peterson, das Defensive Backfield der Cardinals kann sich also sehen lassen. In der Offense setzt man weiterhin auf Erfahrung, zumindest was die QB-Position angeht. Carson Palmer hat noch einmal das Vertrauen von Headcoach Bruce Arians erhalten, es wird wohl sein letzter Shot auf einen Super Bowl-Titel sein. Ähnlich sieht es bei Larry Fitzgerald aus, der zukünftige Hall-of-Famer wird wohl nach der Saison die Schuhe an den Nagel hängen. Mit RB David Johnson hat man wohl den größten Shooting-Star der NFL in den eigenen Reihen, er legte in der letzten Spielzeit unglaubliche Zahlen auf, sowohl als Runner, als auch als Pass-Empfänger. Doch die Euphorie verflog diese Saison schnell, als sich Johnson in Woche eins verletzte, und für unbestimmte Zeit ausfällt. Einen echten Ersatz haben die Cardinals nicht – man versucht den Verlust mit Variabilität zu kompensieren, Andre Ellington, Chris Johnson und Kerwynn Williams splitten sich die Snaps im Backfield.

Die Saison begann auch unabhängig der Verletzung Johnsons alles andere als vielversprechend für die Cardinals: Nach der Auftaktpleite gegen die Detroit Lions, und einer schwachen Vorstellung der Offense, siegte man mit Ach und Krach bei den Colts, ehe man gegen die Cowboys zwar eine gute Partie zeigte, Dallas aber letztendlich die Oberhand behielt. Mit 1-2 ist sicherlich noch nichts verloren, aber man hatte sich sicherlich mehr ausgerechnet in Glendale. Die Defense zeigte über weite Strecken eine gute Leistung, doch die Offense um Palmer und Fitzgerald legte erst gegen Dallas so richtig los – gereicht hat es trotzdem nicht. Ob die Cardinals in diesem Jahr wirklich das Zeug dazu haben, Richtung Super Bowl zu marschieren, ist zweifelhaft. In der diesjährigen NFC West sind jedoch zumindest die Play-Offs im Bereich des Möglichen, bislang führen die Rams (!) die Division an – die 49ers, Seahawks und Cardinals haben bislang mehr Spiele verloren als gewonnen. Die Chance ist also da – und gegen die 49ers soll der nächste Schritt gemacht werden, denn ein 2-2-Record sieht deutlich besser aus, als ein 1-3-Record. Mal sehen, was die 49ers da entgegen setzen können…

Kurz-Info:
- Gegründet: 1898
- Vereinsfarben: Kardinalrot, Weiß, Schwarz
- Super-Bowl Titel: 0
- Stadion: University of Phoenix Stadium (63.400 Plätze)
- Headcoach: Bruce Arians
- letztjähriger Record: 7-8-1 (2. Platz in der NFC West)
- ewige Bilanz: 49ers lead series 29-22

Die Aufstellung der Cardinals findet ihr hier.

Players to watch:

  • Tyrann Mathieu (#32, DB):
    Der „Honey Badger“ hat sich von seiner Verletzungsmisere in den letzten Jahren gut erholt und scheint wieder der Alte zu sein. In den ersten Spielen war er „all over the field“ und glänzte durch starke Tackles – er fing außerdem bereits eine Interception. Die Rolle als Cornerback lag ihm letztendlich nicht so gut, wie die des Safeties, weshalb er wieder auf seine ursprüngliche Position zurückgekehrt ist (Free Safety). Brian Hoyer muss heute besonders präzise sein, sonst landen seine Bälle schnell in den Händen von Mathieu oder Patrick Peterson.
  • Carson Palmer (#3, QB)
    Der Veteran-QB der Cardinals startete nicht überzeugend in die Saison, fand gegen Dallas aber endlich seinen Rhythmus. Wenn er heute dort weitermacht, wo er am Montag aufgehört hat, wird es sehr schwer für die 49ers-Defense, Palmer zu stoppen. Der Pass-Rush der Niners muss heute zuschlagen – sonst wird es eng. Doch die Chancen stehen nicht so schlecht, am Montag ließen die Cardinals sechs Sacks zu, was auch der ersatzgeschwächten O-Line geschuldet ist (die Ex-49er-Spieler Iupati und Boone fallen aus).
  • Chandler Jones (#55, Edge):
    Der Ex-Patriots Superstar hat in Arizona einen multi-year-contract unterzeichnet, und gehört zu den Eckpfeilern der Cardinals Defense. Jones ist der beste Pass-Rusher im Team der Cards und wird heute Joe Staley und Trent Brown vor eine schwere Aufgabe stellen. Durch seine Athletik kann Jones aber auch in der Coverage eine Waffe sein – Obacht!

So steht es um die San Francisco 49ers (0-3, 0-1 away):

„Close, but not close enough“ – dieser Satz beschreibt die Saison der 49ers bislang sehr gut. Nachdem man in Woche eins gegen die Panthers ohne Chance blieb, war man sowohl gegen die Seahawks, als auch letzte Woche gegen die Rams ganz kurz davor, den ersten Saisonsieg einzufahren. Durch eigenes Unvermögen und Pech wurde ein Sieg der 49ers letztendlich verhindert – doch im dritten Division-Duell in Folge soll es nun soweit sein. Doch der Reihe nach…
Das Spiel gegen die Rams hätte nicht schlechter beginnen können, Brian Hoyer warf im ersten Spielzug des Spiels eine Interception, die Rams gingen nur Sekunden später mit 7-0 in Front. Die Partie stand also von Beginn an unter einem schlechten Stern, umso erstaunlicher die Antwort Hoyers und der 49ers: Mit einem Rushing-TD (!) glich Hoyer das Spiel aus, zwei Field-Goals von Robbie Gould hielten die 49ers im Spiel, zur Halbzeit lag man 24-13 zurück. Besonders schwach zeigte sich die 49ers-Defense, die nicht einmal zu Jared Goff durchbrechen konnte. Bis auf DeForest Buckner gelang es den 49ers zu wenig, Druck auf den QB auszuüben. Goff nutzte seine Zeit in der Pocket für viele präzise, lange Pässe, die allesamt ihren Weg zum Receiver fanden. Das starke Passspiel wurde durch einen Todd Gurley ergänzt, der einen Sahnetag erwischte – er lief für über 100 yards und drei Touchdowns. Auch NaVorro Bowman enttäuschte, er verfehlte einige Tackles und wirkte müde – auch der Tatsache geschuldet, dass die 49ers am Sonntag zuvor ein hartes Spiel bei den Seahawks absolvierten. Es lag also an der Offense, das Spiel offen zu gestalten, und das gelang. Nachdem man die Rams mit einem starken Goal-Line Stand zu einem Field-Goal zwang, war es Carlos Hyde, der das Spiel wieder spannend machte (27-20). Die Rams marschierten wieder über das Feld, doch die 49ers antworteten wieder (Hoyer auf Celek) – Robbie Gould verfehlte jedoch den Extra-Punkt, ein folgenreicher Fehlschuss, wie sich herausstellte. Die Rams fanden wieder den Weg in die Endzone, bis das Levis’ Stadium wohl eine der besten Comeback-Versuche der letzten Jahre zu sehen bekam. Hoyer fand seinen Rhythmus und brachte seine Receiver Garcon (142y insgesamt) und Goodwin ins Spiel, letztendlich war es Rookie Trent Taylor, der den TD zum 41-33 fing (XP Gould). Dann geschah das schier Unglaubliche: Die 49ers forcten ein Fumble beim Kick-Off, nach einem ordentlichen Drive fand Carlos Hyde erneut die Endzone – der anschließende 2pt-Try schlug fehl. Doch es kam noch besser: Auch der Onside-Kick wurde von den 49ers recovered – das Levis’ Stadium bebte. Im letzten Moment schlug der Comeback-Attempt der 49ers jedoch fehl, auch einer fragwürdigen Offensive-Pass-Interference geschuldet – Trent Taylor hätte ansonsten einen neuen First Down erzielt. Aaron Donald beendete das Spiel mit einem Sack – und die Rams entführten den W aus Santa Clara.
Dennoch: Das Spiel gegen die Rams war ein Schritt in die richtige Richtung, zumindest, was die Entwicklung der Offense angeht. Brian Hoyer hat endlich das gezeigt, was man von ihm erwartet hat – präzise Pässe, und Ruhe in der Pocket. Er hat die Interception im ersten Spielzug abgeschüttelt und ein starkes Spiel gemacht. Hoffen wir, dass er dort heute anknüpfen kann. Carlos Hyde erzielte zwei Touchdowns, trotz einer Hüftverletzung im ersten Quarter. Er ist fraglich für das heutige Spiel, wird aber wohl auflaufen können. Reuben Foster macht gute Fortschritte, das Spiel gegen die Cardinals kommt jedoch noch zu früh. Eric Reid wird ebenfalls ausfallen. Bei Jaquiski Tartt, Eli Harold und Jimmie Ward sieht es gut aus. Die 49ers hatten nun zehn Tage Zeit, sich zu regenerieren, das kann heute von Vorteil sein, vor allem, weil die Cards erst am vergangenen Montag ranmussten.
Das Spiel heute wird vor allem in den Trenches entschieden. Wenn der 49ers-Pass-Rush Carson Palmer stoppen kann, und die O-Line der 49ers gut hält, hat man sicherlich eine Chance, den ersten Saison-Sieg einzufahren. Gelingt das nicht, und findet Palmer früh seinen Groove, dann könnte es schwer werden für die Mannen von Kyle Shanahan.

Players to watch:

  • NaVorro Bowman (#53, LB)
    Unsere Nr. 53 spielte gegen Seattle stark, gegen die Rams offenbarte er jedoch große Schwächen. Er wirkte langsam und nicht mehr so agil gegen den Ball, er verfehlte viele Tackles und auch in der Coverage musste er sich oft geschlagen geben. Bislang sieht man Bowman die Folgen seiner Verletzungen deutlich an, vor dem heutigen Spiel sagte er, er sei „deutlich ausgeruhter“. Hoffen wir, dass er das zeigen kann und schnellstens zu alter Stärke zurückfindet!
  • Pierre Garcon (#15, WR)
    Garcon ist momentan neben Carlos Hyde der beste Spieler in der Offense der 49ers. In der letzten Woche überzeugte er durch einige sensationelle Catches (Stichwort: #ToeDragSwag) und hielt jeden Ball fest. Garcon ist eine feste Größe in der 49ers Offense und ist die wichtigste Anspielstation für Brian Hoyer. Heute bekommt er es mit Patrick Peterson zu tun – ein spannendes Duell, doch Garcon wird sicherlich einige Targets bekommen. Man wird sehen, wie gut er sich von Peterson loslösen kann. Auch davon hängt heute einiges ab!
  • Solomon Thomas (#94, DT)
    Der Rookie-DT der 49ers hat bislang noch keine Wunderdinge vollbracht, obgleich er auch keine Enttäuschung gewesen ist. Gegen den Run fällt Thomas des Öfteren positiv auf, so stoppte er Todd Gurley vereinzelt hinter der Line of Scrimmage – zugleich offenbarte er aber auch Probleme gegen den Pass. Die Tackles der Rams hatten keine Probleme damit, Thomas von Goff fernzuhalten. Hier muss Thomas definitiv noch etwas mehr Technik anwenden, um gegen die gestandenen O-Liner der NFL zu bestehen.

Auf ein gutes Spiel!

Autor:
Lars Riedenklau

Category: Empire News

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