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Preview Week 14: Houston Texans vs. San Fransisco 49ers

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Der zweite Sieg ist unter Dach und Fach, die Jimmy Garoppolo-Ära startete mit einem nicht unbedingt sehenswertem, aber moralisch wertvollem Erfolg für die 49ers. Und nun geht es darum, das erste Mal seit 2014 (!) zwei Siege in Folge einzufahren: Diese Chance haben die 49ers am heutigen Abend bei den Houston Texans (19 Uhr, GamePass). Wieso ein Sieg tatsächlich möglich ist, und weitere interessante Fakten rund um das Spiel, lest Ihr in unserer Preview:

Der Gegner - Houston Texans (3-9, 3-3 at home)

Mit den Houston Texans wartet auf die 49ers der erste von drei Gegnern aus der AFC South, und die Texans werden wohl die einfachste Aufgabe für die Mannen von Kyle Shanahan darstellen. Mit einer Bilanz von 3-9 sind die Texans weit von dem entfernt, was man sich vor der Saison versprochen hatte. In der letzten Spielzeit schaffte man es bis in die Play-Offs, bis man gegen die Patriots ausschied und der Traum vom Super Bowl im eigenen Stadion war dahin. Dem Team mangelte es nicht unbedingt an Talent, sondern vor allem an einem guten Quarterback. Das Brock Osweiler-Experiment in Houston ist krachend gescheitert, in der Off-Season bezahlte man quasi sogar dafür, um Osweiler loszuwerden. Und im Draft schlugen die Texans bei Heisman-Winner und National-Championship Winner DeShaun Watson zu. Von vielen Experten war Watson als risikoreicher Pick eingestuft worden, sie dürften sich bestätigt gefühlt haben, als mit Pat Mahomes und Mitchell Trubisky zwei QBs den Vorzug vor Watson erhielten. Die Texans waren sich ihrer Sache jedoch sicher und Watson unterzeichnete in Houston. Nachdem er den Starting-Job zunächst Tom Savage überlassen musste, dieser aber nicht überzeugen konnte, war Watsons Zeit bereits früh in der Saison gekommen. Und der Clemson-QB enttäuschte nicht: Mit monströsen Auftritten in New England und Seattle machte Watson bundesweit auf sich aufmerksam, der Titel „Offensive Rookie of the Year“ wäre sicherlich an Watson gegangen... Doch auch Houston blieb nicht verschont vom Verletzungspech - nachdem bereits JJ Watt eine season-ending-injury erlitt, war es ausgerechnet Shooting-Star Watson, der sich im Training das Kreuzband riss, nicht das erste Mal in seiner jungen Karriere. Obwohl die Texans auch mit Watson keinen aufsichtserregenden Record aufweisen konnten, wäre ein letzter Funken auf Hoffe auf das Erreichen der Play-Offs geblieben. Außerdem war es ein Augenschmaus, Watson beim Spielen zuzusehen.
Die Offense der Texans schöpfte mit Watson ihr volles Potential aus, die Harmonie des Dreigestirns Watson, Hopkins (WR) und Miller (RB) war beeindruckend. Auch die Defense der Texans verfügt über riesiges Potential, doch neben Superstar Watt fällt auch Linebacker Whitney Mercilus aus, MLB Brian Cushing war die ersten zehn Partien der Saison gesperrt. CB A.J. Bouye verlor man in der Off-Season an den Division-Konkurrenten Jacksonville, das Defensive-Backfield der Texans ist eine der wenigen Schwachstellen im Team von Bill O‘Brien.
Die aktuelle Saison verläuft für die Texans nichtsdestotrotz ernüchternd, auch mit Watson verlor man einige Spiele, die man hätte gewinnen können/müssen. Mit Tom Savage sieht es für die Texans bislang mau aus, auch wenn WR DeAndre Hopkins erneut eine All-Pro-Season auf das Parkett zaubert.
Aufgrund des aktuellen Verlaufes der Saison und den vielen Verletzten der Texans werden die 49ers heute eine gute Chance haben, den zweiten (Auswärts-)Sieg in Folge einzufahren. In nicht allzu vielen Jahren ist es jedoch gut möglich, dass das Duell zwischen den Niners und den Texans zu den besseren in der NFL gehört, zumindest dann, wenn auf beiden Seiten alle Stars fit sind.
Ein interessantes Aufeinandertreffen hätte es gegeben, wenn WR Bruce Ellington, der bekanntlich lange bei den 49ers spielte, fit wäre, doch (wie so oft) ist er verletzt. Ellington spielt eine ordentliche Saison als Slot-WR der Texans.

Player to watch:

• DeAndre Hopkins (#10, WR):
Der Wide-Receiver der Texans gehört seit Jahren zu den besten Receivern der Liga, und das trotz der Probleme der Texans auf der QB-Position. Auch diese Saison hat Hopkins bereits neun Touchdowns erzielt und über 1000 receiving-yards. Für einen WR ist Hopkins recht groß, ist sehr flink und hat einen sehr starken Körper, den er weiß, perfekt einzusetzen. Zudem droppt Hopkins nahezu keinen Pass - im Gegenteil: Er fängt so gut wie alles, was in seine Richtung geworfen wird. Er wird die 49ers-Defensive-Backs heute vor eine sehr schwere Aufgabe stellen.

• Jadeveon Clowney (#90, Edge):
Im Jahr 2013 war Clowney der unumstrittene Number One-Pick im Draft, im College gehörte er zu den besten Pass-Rushern aller Zeiten und bringt unglaubliche athletische Voraussetzungen mit, er lief den 40y-dash besser als einige Wide-Receiver und Running-Backs. Immer wieder wurde Clowney durch Verletzungen zurückgeworfen, doch diese Saison ist er bislang verschont worden, und auf dem Platz lässt er dies seine Gegner spüren. Er hat bereits neun Sacks einstreichen können, gegen eine schwächelnde 49ers-O-Line möchte er sein Konto heute selbstverständlich aufstocken. Watt und Clowney standen bislang kaum gemeinsam auf dem Platz, man stelle sich einmal vor, was die beiden - wenn sie fit sind - mit einer O-Line der 49ers anstellen könnten...

Tatsächlich stehen hier sonst drei Spieler, doch bei den Texans fällt es mir derzeit schwer, einen dritten Playmaker ausfindig zu machen. Sinnbildlich dafür, was die Texans diese Saison anbieten.

So steht es um die San Francisco 49ers:

Obwohl die Saison der 49ers bislang alles andere als gut verläuft, gibt es nun endlich einen Grund, die triste Saison der 49ers bis zum Ende zu verfolgen: Jimmy Garoppolo. Das erste Spiel des neuen Quarterbacks der 49ers war vielversprechend, das Ergebnis ist bekannt: Die Niners schlugen die Bears mit 15:14.

Über das Spiel wurde bereits ausreichend geschrieben und diskutiert, Garoppolo lieferte ein starkes Spiel ab und harmonierte vor allem mit seinen Receivern Marquise Goodwin und Trent Taylor hervorragend.

Die Defense San Franciscos machte ebenfalls ein sehr gutes Spiel, was vor allem daran lag, dass die Offense der 49ers fast 40 (!) Minuten auf dem Platz stand und die Defense so stark entlastete. Eine Entwicklung, die sich so gerne fortsetzen darf. Garoppolo verwertete Third Down für Third Down und war letztendlich ein Matchwinner für die 49ers, natürlich neben Kicker Robbie Gould, der seine Revanche in Chicago bekam.

Unter der Woche war es bei den 49ers erfreulich ruhig, die Medien stürzten sich auf das starke Debüt von Jimmy Garoppolo, die nationalen Medien wurden ebenfalls aufmerksam und trauen den 49ers mit Garoppolo sogar einen Sieg gegen die Texans zu.

Die Personalsituation bei den 49ers hat sich entspannt, abgesehen von den zahlreichen Langzeitverletzten haben die 49ers auf vielen Positionen wieder so etwas wie Tiefe vorzuweisen. Vor allem DT DeForest Buckner profitiert davon, die Zahl seiner Snaps hat sich in den letzten zwei Spielen reduziert, was ihm eigentlich gut tun sollte - doch seine Produktion auf dem Feld hat sich eher verschlechtert, als verbessert.

Viel mehr gibt es nicht zu sagen, schauen wir auf die Schlüsselspieler heute Abend:

• Carlos Hyde (#28, RB):
Carlos Hyde geht im Hype um Jimmy Garoppolo etwas unter, obwohl es für ihn um seine Zukunft bei den 49ers geht. Geht es nach den Niners, würde man Carlos Hyde gerne behalten, doch nicht unter allen Umständen. Und bislang zeigt Hyde nicht unbedingt viel, dass ihn einen luxuriösen Vertrag verdienen lässt. Heute kann er erneut das Gegenteil beweisen, ein gutes Laufspiel wäre heute enorm wichtig, da die Texans vor allem gegen Play-Action Pässe anfällig sind - und diese funktionieren am besten, wenn das Laufspiel effektiv ist.

• DeForest Buckner (#99, DT):
Wie bereits oben angesprochen bekommt Buckner derzeit mehr Pausen, doch bislang wirkt sich dies noch nicht auf dem Feld aus. Sheldon Day nimmt Buckner etwas Arbeit ab, um ihn frisch zu halten. Er hat es nicht einfach, da er permanent gedoppelt und oft ungeahndet gehalten wird, doch es ist in der Tat auffällig, dass Buckners Produktivität nachgelassen hat. Heute kann Buckner sich revanchieren, es wäre schön, wenn ihm endlich mal wieder ein Sack gelingen würde. Gegen den eher unbeweglichen Tom Savage ist dies gar nicht einmal so unwahrscheinlich.

• Adrian Colbert (#38, FS):
Eine der größten (positiven) Überraschungen ist 7. Runden-Pick Adrian Colbert. Zunächst wurde Colbert nur in den Special-Teams eingesetzt und machte dort durch einige gute Tackles auf sich aufmerksam. Nach den Verletzungen von Tartt und Ward war Colberts Zeit gekommen, gegen die Giants startete erstmals ein NFL-Spiel und überzeugte durch gute Coverage-Skills und heftige Hits. Er brach sich den Daumen, wurde gegen die Seahawks schmerzlich vermisst und kehrte gegen Chicago zurück in die Aufstellung. Mit Colbert als Starter sind die 49ers also 2-0 - die 49ers und Colbert haben heute die Chance, diese Statistik aufzubessern. Colbert könnte außerdem dafür sorgen, dass Eric Reids oder Jimmie Wards Zeit bei den 49ers alsbald ein Ende findet.

Auf ein gutes Spiel und den nächsten Sieg!

Autor:
Lars Riedenklau

Category: Empire News

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